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Der Chaos Generator in der Schule

Unterricht soll gut geplant sein. Rückwärtiges Lerndesign und Differenzierung sind im System angekommen. Holen wir die Schülerinnen und Schüler da ab wo sie stehen. Und dann kommt der Chaos Generator und soll den Kindern dabei helfen wie man sich richtig im Internet verhält. Kann er Licht ins Dunkel der Netiquette bringen?

Die Vorgeschichte

In unserer letzten Einheit mit Prof. Freisleben-Teutscher lernten wir den Chaos Generator kennen. Unsere Aufgabe war es in Gruppenarbeit herauszufinden, was einen richtig schlechten Blog ausmacht. Wie soll der schlechteste Blog der Welt aussehen, sodass ihn niemand, aber auch wirklich niemand lesen möchte. Eine Rückwärtsdenkaufgabe mit Sinn kam ins Laufen.

Die Materialen zu der Aktivität sind “low prep”, denn es sind nur ein Blatt Papier (oder Flipchartpaper) und Stifte nötig. Wir hatten zehn Minuten Zeit um unsere Gedanken zu Papier zu bringen – und so sehen sie aus:

(c) mobyforty

 

Anschließend arbeiteten wir die Kriterien in Kategorien aus, die eben einen guten Blog ausmachen. Et voila – über das Rückwärtsdenken haben wir schnell und auf kooperative Weise Kriterien erarbeitet, die uns in weiterer Folge bei unseren Lernportfolios helfen können.

Lässt sich der Chaos Generator auch in der Schule umsetzen?

Natürlich! Ich habe eine Situation in der Schule zum Anlass genommen, um mit den Kids das Verhalten im Internet zu diskutieren – die so genannte Netiquette.
Leider kommt es immer wieder vor, dass Schülerinnen und Schüler Streits, die sie auf den verschiedensten Kanälen (wie. z.B. Facebook, YouTube, Instagram, Snapchat,…) austragen, in die “Schule mitnehmen”. Wir könnten nun sagen, dass uns dies nichts angehe, denn diese Vorfälle seien ja außerhalb der Schule passiert. Nur so einfach ist das nicht. Wenn Kinder diese negativen Gefühle und Unstimmigkeiten in die Schule tragen, dann ist Lernen nicht möglich, denn sie sind blockiert. Wir müssen also diese Vorfälle sehr wohl mit den Kindern aufarbeiten.

In einer Doppelstunde Informatik (6. Schulstufe) haben wir also den Chaos Generator verwendet, um uns darüber im Klaren zu werden, wie man sich nie und nimmer im Internet verhalten soll. Danach haben wir daraus Plakate zum Thema Netiquette erstellt. Den Prozess könnt ihr hier in Bildern sehen.

Natürlich brauchen die Kinder länger Zeit als wir StudentenInnen. Insgesamt haben sie eine halbe Stunde in Gruppenarbeit diskutiert, gelacht, nachgedacht und gestaltet. Ganz von alleine sind sie auf wichtige Punkte gestoßen, die sie auf ihren Plakaten festgehalten und anschließend in ihren Präsentationen artikuliert haben. Abschließend verschriftlichten wir noch Punkte zur Netiquette.

Durch die Beschäftigung mit negativen Verhaltensweisen dachten die Kinder schon während ihrer Plakatgestaltung im Unbewussten positive Verhaltensweisen mit. Die Beschäftigung mit dem Thema auf diese Art und Weise schaffte ein konzentriertes und dennoch lustbetontes Arbeitsklima.

Schafft also der Chaos Generator Klarheit? Ja! Ich kann diese Methode nur empfehlen.

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