Mobyforty

Hallo, das bin ich, Carina (a.k.a. MOBYFORTY), Austria based und 40 Jahre alt. Begleite mich auf meiner Work - Life - Balance Reise durch mein Leben und meine 40+ Jahre.

  • Home
  • /
  • Work
  • /
  • Netzwerk Praxis – Die schulische Webpräsenz und mehr
Netzwerk Praxis

Netzwerk Praxis – Die schulische Webpräsenz und mehr

Nachlese zum Seminar “Netzwerk Praxis – die schulische Webpräsenz”.
Schulen stehen heutzutage in direkter Konkurrenz zueinander. Die SchülerInnenzahlen sinken (zumindest abseits der Ballungszentren) und damit wird Werbung/Marketing für die Standorte immer wichtiger. Interessierte Eltern/Erziehungsberechtige informieren sich zusehends online über die Angebote der Schulen. Somit wird die schulische Webpräsenz immer wichtiger.

ACHTUNG: Um Verallgemeinerungen zu vermeiden – in diesem Blogpost spreche ich nur von Pflichtschulen (VS, NMS, ASO, PTS)! Darüber hinaus weise ich darauf hin, dass es sich in diesem Blogpost nicht um eine Rechtsauskunft handelt, sondern hier lediglich einige beachtenswerte Punkte zum Urheberrecht nach bestem Wissen und Gewissen für den Schulalltag zusammengefasst wurden.

Die Macher hinter den Webpräsenzen

Häufig werden die Webpräsenzen der Schulen von Gemeinden gestellt und von Kolleginnen und Kollegen der Schulen betreut. In einigen Fällen werden die Websites in ihren Grobstrukturen von eigenen Firmen erstellt, die auf schulische Webpräsenzen spezialisiert sind. Darüber hinaus gibt es noch Kooperationen mit weiterführenden Schulen oder es gibt besonders affine Kolleginnen und Kollegen, die sich autodidaktisch das Erstellen von Websites angeeignet haben. In allen Fällen aber wird die regelmäßige Pflege der Webpräsenzen von Kolleginnen und Kollegen vom Standort übernommen. Daher ist es unabdingbar, dass sich diese Personen auch mit dem Urheberrecht auseinandersetzen.

Das Recht am Bild

Das Recht am Bild ist ein sehr heikles Thema – auch an den Schulstandorten. Prinzipiell muss vor der Veröffentlichung eines Bildes der Kinder das Einverständnis der Erziehungsberechtigten in schriftlicher Form eingeholt werden. Diese Erklärung sollte alle Kanäle (nicht nur online) umfassen und auflisten. Ab dem Alter von 14 Jahren sollten auch die Schülerinnen und Schüler zusätzlich ihr Einverständnis in schriftlicher Form abgeben. Ab diesem Alter wird den Kindern nämlich eine umfassende Urteilsfähigkeit zugestanden.

Achtung: Das Einverständnis kann jederzeit widerrufen werden. In diesem Fall sind die Bilder des betroffenen Lernenden unverzüglich aus den Webpräsenzen zu entfernen.

Was besagt der Gesetzestext in Bezug auf “Recht am Bild” weiter?

  • Foto und Begleittext dürfen die Interessen der dargestellten Person nicht verletzen.
  • Die Bilder dürfen nicht nachteilig für die betroffene Person sein.
  • Die Bilder dürfen die dargestellte Person nicht herabwürdigen oder bloßstellen.

Die Frage die man sich vor der Veröffentlichung eines Bildes stellen kann ist: Möchte ich so ein Bild von mir im Netz sehen?
Ähnliches kann aber auch auf die Veröffentlichung von Schülerwerken angewendet werden.

Urheberrechtlich geschützes Material im Unterricht

Wer kennt es nicht. Im Unterricht werden Plakate erarbeitet und die SchülerInnen drucken “in Google gefundene Bilder” aus und verwenden diese ohne sich bewusst zu sein, dass sie wahrscheinlich eine Urheberrechtsverletzung begangen haben. Diesem Umstand sind sich auch viele Lehrkräfte nicht bewusst. Wie kann man also auf Nummer sicher gehen? Es gibt Bilder, die man verwenden darf. Diese stehen unter Creative Commons Lizenzen. Die verschiedenen Lizenzen bedingen bestimmte Verwendungsmöglichkeiten und bedürfen bestimmter Attribution (Ausnahme “CC0” oder “gemeinfreie” Bilder – diese dürfen ohne Attribution verwendet werden). Wie “zitiert” man also so ein Bild und wo kann man diese finden? Plattformen, die diese Bilder anbieten sind z.B. “Pixabay” oder “creativecommons.org” bzw. “Pexels”. Dort sind auch die Bedingungen genannt unter denen die Bilder veröffentlicht werden können. Hier ein “Step by Step Guide”.Hier das Bild zum Ausdrucken

Netzwerk Praxis

Bild by bastetnycCC BY-NC 2.0

Anderes Material ist prinzipiell von der Verwendung im Unterricht ausgenommen, wobei §42(6) besagt, dass es für Schulen besondere Regelungen für den Unterricht gibt (und nur für den Unterricht). Hier sollte man aber dennoch auf Nummer sicher gehen und Verlage etc. anschreiben um sich zu vergewissern, dass dies erlaubt wird.

Anmerkung: So sollte auch bei Schulfesten eine AKM Meldung erfolgen, wenn Musik verwendet wird.

Das Leid mit den Kopien aus Schulbüchern

NEIN, es ist nicht gestattet, aus Schulbüchern zu kopieren. Dies ist auch klar und deutlich in den Büchern vermerkt. Es kann aber Fälle geben, in denen es notwendig werden kann, dass eine Kopie aus einem Schulbuch erstellt wird. Ein Beispiel dafür könnte z.B. sein, dass ein/e neue/r Schüler/in die neuen Schulbücher noch nicht erhalten hat, weil in der anderen Schule andere Bücher verwendet wurden. Die Kopien aus dem Schulbuch sind auch in diesem Fall unzulässig. Aber eine Anfrage an den betreffenden Verlag könnte Abhilfe schaffen und man befindet sich auf der rechtlich sicheren Seite.
Kopien aus Kopiervorlagen sind natürlich gestattet (ich denke hier an verschiedene Englischbücher mit Zusatzmaterial), wenn das jeweilige dazugehörige Schulbuch in der Klasse verwendet wird, da man mit dem Erwerb der Kopiervorlage erweiterte Lizenzrechte miterworben hat.

Abschließend sei noch erwähnt, dass die Lehrkraft auch im Bereich Urheberrecht Vorbildwirkung hat und die richtige Verwendung von urheberrechtlich geschütztem Material im Unterricht praktizieren sollte. Hier bedarf es sicher einer viel stärkeren Schulung der Kolleginnen und Kollegen. Aber gerade in Zeiten, wo die Digitale Grundbildung verpflichtend in den Fächerkanon verankert wurde, sollten die Lehrkräfte mit gutem Beispiel voran gehen.

–> Für eine Zusammenfassung hier klicken. <–


Schnelle Bildbearbeitung mit “Pixlr”