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Die persönliche Energiekompetenz entwickeln

Egal wie man es nennen mag, work-life-balance oder Energiekompetenz, in der heutigen Arbeitswelt, vor allem in Führungspositionen ist es wichtig seine Kraftressourcen gut einzuteilen. Burn- oder Boreout sind nur zwei der möglichen Konsequenzen wenn man nicht auf seine eigenen Bedürfnisse achtet.

Dabei geht es nicht darum, egoistisch durch die Arbeitswelt zu ziehen, nein, es geht darum seine Energien so zu bündeln, dass man ein glückliches und erfülltes Arbeits- als auch Privatleben führen kann.
Ich persönlich legte jahrelang zu viel Energie in mein Berufsleben und vergaß dabei auf meine Freizeitgestaltung mit Freunden und Familie. Ich möchte nicht behaupten, dass dieser Umstand bei mir zu einem “Burnout” geführt hat, einem “Boreout” war ich aber schon mehrmals sehr nahe. Was half mir diesem Negativkreislauf zu entgehen und welche Auswirkungen hatte dies auf mein Umfeld?

#1 Meinen persönlichen Tagesrhythmus kennenlernen und diesen nutzen

Es ist wichtig seinen eigenen Tagesrhythmus kennen- und nutzen zu lernen. Nach längerer Beobachtung musste ich nun feststellen, dass der ideale Tagesrhythmus für mich nicht dem entspricht, den mein beruflicher Alltag fordert. Nun ist es nicht einfach möglich meine berufliche Situation zu verändern, vor allem auch deshalb nicht, da mein Beruf für mich nicht nur Beruf, sondern auch “Berufung” ist. Es war also notwendig meine Energiehochs und -tiefs zu erkennen und meine Tätigkeiten dementsprechend zu planen. So lege ich nun nach ca. 90 Minuten eine kurze Pause ein, versuche an die Luft zu gehen, oder führe in der Zeit meines Energietiefs “leichtere Arbeiten” durch, die nicht so viel Konzentration benötigen. Ich stehe auch dazu, dass ich am Nachmittag eine halbe Stunde Ruhe benötige und mich auch gerne zu einem Powernap hinlege. Dies gibt mir wieder die nötige Energie den weiteren Nachmittag und Abend mit Elan zu verbringen.
Leider ist dieser Powernap nicht immer möglich und ich neige dazu in einem ausgeprägten Energietief missmutig gegenüber meiner Umwelt zu reagieren. Zum Glück kennen meine Kolleginnen und Kollegen, als auch meine Familie und Freunde diesen Wesenszug und können damit gut umgehen.

#2 Zeitmanagement

Ein gutes Zeitmanagement hilft fokussiert an seine Aufgaben zu gehen. Dazu führe ich ein “Bulletjournal”. Im Gegensatz zu meinen ersten Journals lege ich aber keinen Wert mehr auf besonders schöne Ausgestaltung. Es ist für mich ein Arbeitsmittel geworden und muss praktisch angelegt sein. Ausgesprochen wichtig für mich ist allerdings die voraussehbaren Tätigkeiten des nächsten Tages am Ende eines Arbeitstages in mein Bulletjournal zu notieren. Damit schließe ich gedanklich meinen Arbeitsalltag und kann unbelastet meine Freizeit beginnen.

#3 Delegieren

Delegieren von Aufgaben hängt eng mit dem Punkt Zeitmanagement zusammen. Zugegeben, ich hatte bis vor einiger Zeit ein großes Problem damit zu delegieren. Ich dachte mir: “Lieber mache ich es selbst, als die Arbeit zu erklären und sie dann doch nicht so ausgeführt rückgemeldet zu bekommen, wie ich sie mir vorgestellt habe.” Dies ist der denkbar schlechteste Ansatz, dem eine Person mit Führungsaufgaben folgen kann, aus folgenden Gründen:

  • Man führt Tätigkeiten aus, die nicht dem eigentlichen Aufgabenprofil entsprechen.
  • Man gibt seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Gefühl, dass sie nicht kompetent genug sind. Dies führt unausweichlich zur Demotivation derselben.
  • Man überlastet sich selbst mit Arbeit, was wiederum zum Burnout führen kann und
  • hat dadurch weniger Zeit sich auf das eigentliche Aufgabenprofil zu konzentrieren.

Somit delegiere ich nun Aufgaben, beschreibe diese meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern UND lasse mir Zwischenberichte über den Fortschritt geben.

#4 Nein sagen lernen

Dies war für mich genauso schwer wie zu delegieren. Aber manchmal muss man einfach “Nein” sagen!

#5 Mit Leidenschaft arbeiten

Ich halte es persönlich für absolut essentiell seinen Beruf zu mögen. Nur wer gerne in seinem beruflichen Kontext tätig ist, leistet gute Arbeit und läuft nicht Gefahr in ein Burnout oder Boreout zu fallen.

Mit diesen fünf Punkten habe ich es geschafft eine gute Balance zwischen Arbeit- und Privatleben zu erreichen. Sie verringern zwar nicht die wohl in jedem beruflichen Umfeld stattfindenden “Hick-Hacks”, lassen diese aber weit nicht mehr so schlimm erscheinen.😉 Somit schließe ich nun diesen doch sehr lange geratenen Post mit Tipp Nr.6.

#6 Finde Tätigkeiten/Hobbys, die dir Energie geben

Für mich sind diese “Qualitätszeit” mit meinem Mann zu verbringen, der ebenfalls beruflich sehr eingesetzt ist, Fotografieren und, das klingt jetzt Klischeehaft, Kuscheln mit meinen Hunden, Lesen oder einfach auch nur einen Film oder eine Serie ansehen. UND, was mich wieder zu Punkt #4 bringt, sage ich auch einmal “Nein”, wenn ich einfach wieder Zeit für mich benötige!

Conclusio: Think outside your personal box!

2 Comments

  • Petra

    17. Januar 2018 at 16:47

    Sehr schön formuliert! Gefällt mir, dass du soviel Einblicke gewährst! Danke für die vielen Tipps – und: ja!! Nein-Sagen ist manchmal wirklich schwer!!
    Mich interessiert was für dich genau heißt: thinking out of the box?

    Antworten
    • Carina Werba

      17. Januar 2018 at 20:12

      Liebe Petra!

      Für mich heißt dies in diesem Zusammenhang eine neue Perspektive einnehmen. Jeder von uns hat seine eigenen Beliefs (seine Überzeugungen, Werte, seine Einstellung,…) und manchmal tut es einfach gut außerhalb dieser “Box” zu denken. Dann kann man Sichtweisen anderer auch ein wenig besser nachvollziehen oder einfach auch nur einem gedanklichen Negativstrudel entgehen.

      LG
      Carina

      PS: Deshalb auch das Bild am Ende des Posts, der Vogel, der seine Blickrichtung ändert!

      Antworten

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